42.Tag: Von Lunéville bis Sarrebourg
Es geht in die Endrunde!! Von Lunéville zurück an den Kanal. Gleich nach dem Frühstück eine Bergfahrt, das ist nicht so nach meinem Geschmack, aber dann würde es ja immer dem Bach entlang gehen. Beim Rausfahren sehe ich, dass ich nicht die gleiche Strecke zurück muss. Es ist schon ganz
schön heiß. Aber bald wird es ja gemütliches Radeln geben.
Unten angekommen, finde ich den Kanal problemlos.
Schilder lügen nicht!- Von wegen!!
Die tun doch tatsächlich so, als ginge es immer dem Kanal lang, bzw. als ob es Sarrebourg einen ausgeschriebenen Radweg gäbe!! - Das ist frech. Kaum habe ich mich an den Kanal gewöhnt, -es ist wirklich schön hier zu fahren
da ist auch schon Schluss mit Kanalfahren. Macht zunächst nichts, das Sträßchen hält sich an den Flußverlauf der Sanon. Doch auf einmal sind alle Schilder weg. Jetzt muss ich mich wieder nach meinen eigenen Routen richten.
Dass ich mich in den Vogesen nähere lässt sich nicht mehr übersehen.
Es geht bergauf. Aber so eine Achterbahnfahrt habe ich selbst in der Bretagne nicht erlebt. Man sieht die Kuppen der Straße bis in die ganz in die Ferne und dazwischen richtig flotte Abfahrten. In erheblichen Wellen geht es aufwärts. Nicht schön zu fahren. Der Wind nimmt zu, schräg von vorn oder von der Seite. Auf den Kuppen werden die Böen tückisch. Ein Blick zurück
Irgendwann treffe ich den Kanal wieder. Kurze Begegnung, nach weniger als 2 km ist schon wieder Schluss mit gemütlichem Radeln; wieder Hügel, wieder Gegenwind. Zudem gestaltet sich die Annäherung an Sarrebourg kompliziert. Eine Schnellstraße nach der anderen, die kleinen Sträßchen werden rar. Aber es klappt. Allerdings mit weiteren Berg-und Talfahrten.
Trotz Alledem,ein schöner, ereignisloser Tag.
Mit weiteren Anzeichen, dass der Sommer langsam seinem Ende zu geht.
Mein heutiges Hotel ist etwas außerhalb, an einem See. Heute Abend noch nach Sarrebourg reinzufahren, dazu kann ich mich nicht mehr aufraffen.
Aber wie wäre es mit Baden gehen, es ist immer noch sehr schwül!
Ich suche meine Badehose raus und gehe an den See. Aber der Running Gag - rennt weiter. Es hat dermaßen viele Schnaken, dass ich sofort Reißaus nehme.
An den berühmten Chagallfenstern fahre ich Morgen früh direkt vorbei.
Den Karten nach, sollte es bis Straßburg einen durchgehenden Radweg geben. Wenigstens nach dem Schiffshebewerk von Arzwiller. Da bin ich gespannt.
Spätestens Morgen muss ich mich entscheiden, ob ich noch "runter/rauf" nach Basel fahre, mit einer weiteren Übernachtung in Breisach.Dann wäre meine persönliche "Schleife durch Frankreich" komplett, oder ob ich Samstag rüber nach Offenburg fahre, und in den Zug nach Engen steige. Das mache ich ein bisschen vom Wetter abhängig. Heute war es phasenweise drückend schwül und der aufkommende Starkwind kündigte Regen an.
So oder so, das Ende einer phantastischen Reise rückt näher. Und immer häufiger ertappe ich mich beim Resümieren. Doch noch habe ich mindestens 2 Tage vor mir!!
Also bis Morgen!!






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