16.Tag: Ruhetag in Orleans:
Friederike ist heute Morgen um 4:00 aufgestanden. Sieht man ihr "fast" nicht an, oder?
Ihre Rückreise - die nun doch über Paris gehen muss, - einschließlich eines Bahnhofswechsels, mit einer Radtour quer durch die Stadt verbunden,- von Austerlitz nach Gare de´l este, hat uns beiden eine unruhige Nacht beschert.
Friederikes letzter Blogbeitrag, für diese Reise, wird spannend werden.
Da ist mein Beitrag heute nachgerade langweilig.
Zuerst habe ich die to-do-liste für Ruhetage abgearbeit: Waschen, Fahrradpflege und Reifen aufpumpen. Eine Billiguhr besorgen, weil meine alte nicht mehr wollte.Die nächsten Etappenziele festlegen. Nach Unterkünften schauen.
Danach habe ich mich weiter auf die Spur der Jungfrau von Orleans begeben.
Ist ja immer noch eine heiße Kiste, diese Geschichte:
Da kriegt ein junges Mädchen, von ihrem Gott den Auftrag zu töten und zwar möglichst viele Engländer. Dabei dachte ich immer, der Gott der Jeanne wäre auch für die Engländer zuständig gewesen, aber vielleicht habe ich da etwas falsch verstanden. Und dann wird dieses Mädchen tatsächlich zum blinden Werkzeug, "das Schwert regiert sich selbst"- und ihre Siege grenzen wirklich an ein Wunder und verunsichern die Engländer gewaltig.Gewusst hätte ich allerdings schon gerne womit der Engländer den Gott der Christenheit verärgert hat. Ungebührliche Nutzung von Gottes Nahrungsmitteln in der englischen Küche?
Das Ende ist bekannt. Was mir nicht so klar war ist, dass die Gute erst 1909 selig und 1920 (!) heilig gesprochen wurde. Abgesehen davon, dass eine Schlächterin, wie die Jeanne, genau so wenig "heilig" war
wie der gute Barak Obama den Friedensnobelpreis verdient hat, so ist es mehr als offensichtlich, dass sie auch nach vielen Jahrhunderten noch für alle möglichen Ideologien und politische Richtungen als Galionsfigur herhalten
In diesem Haus - na ja, das so aussieht, wie das Original, das von den Deutschen im 2.Weltkrieg in Klump und Asche gebombt worden ist, hat die Jeanne gewohnt, nach ihrem siegreichen Einzug in Orleans.
Insgesamt ist Orleans recht überschaubar.
Da blieb genügend Zeit auch mal wieder einen Museumsnachmittag einzulegen. Die Sammlung der "Schönen Künste" ist beachtlich. Großen Raum nimmt die Kunst des 16-18.Jh. ein. Zum einen der Nachlass von Kardinal Richelieu und dann die Kunst des 18. Jahrhunderts, die mich bisher solide gelangweilt hat. Fragonard, Boucher und Watteau gehören auf Pralinenschachteln, so dachte ich bisher. Aber ich habe dem französischen 18.Jahrhundert unrecht getan. Ich habe mich in den Sälen eines Kunstmuseums schon lange nicht mehr so amüsiert. Natürlich wusste ich auch schon vorher, dass unnatürliche Körper- und Handhaltungen "etwas" bedeuteten. Das macht sie aber nicht minder gestelzt. Doch wie präzise, jede Handhaltung "gelesen" werden kann, das habe ich heute Nachmittag erst so richtig begriffen:
Fangen wir mit etwas leichtem an:
Auch nicht schwer: "Die Anordung kam direkt von Oben!- Sorry, kann ich nichts dafür!"
Ich warte ungeduldig, auf Friederikes Tagesbericht. Aber, da Valentin und Maria extra nach Engen gekommen sind, um sie zu empfangen und zu bekochen, könnte es sein, dass wir uns noch ein wenig gedulden müssen, bis wir mehr über die "wunderbare Bahnfahrt der fliegenden Friederike" erfahren.
So viel darf ich aber schon verraten, sie ist gut in Engen angekommen.
Friederikes letzter Blogbeitrag, für diese Reise, wird spannend werden.
Da ist mein Beitrag heute nachgerade langweilig.
Zuerst habe ich die to-do-liste für Ruhetage abgearbeit: Waschen, Fahrradpflege und Reifen aufpumpen. Eine Billiguhr besorgen, weil meine alte nicht mehr wollte.Die nächsten Etappenziele festlegen. Nach Unterkünften schauen.
Danach habe ich mich weiter auf die Spur der Jungfrau von Orleans begeben.
Ist ja immer noch eine heiße Kiste, diese Geschichte:
Da kriegt ein junges Mädchen, von ihrem Gott den Auftrag zu töten und zwar möglichst viele Engländer. Dabei dachte ich immer, der Gott der Jeanne wäre auch für die Engländer zuständig gewesen, aber vielleicht habe ich da etwas falsch verstanden. Und dann wird dieses Mädchen tatsächlich zum blinden Werkzeug, "das Schwert regiert sich selbst"- und ihre Siege grenzen wirklich an ein Wunder und verunsichern die Engländer gewaltig.Gewusst hätte ich allerdings schon gerne womit der Engländer den Gott der Christenheit verärgert hat. Ungebührliche Nutzung von Gottes Nahrungsmitteln in der englischen Küche?
Das Ende ist bekannt. Was mir nicht so klar war ist, dass die Gute erst 1909 selig und 1920 (!) heilig gesprochen wurde. Abgesehen davon, dass eine Schlächterin, wie die Jeanne, genau so wenig "heilig" war
wie der gute Barak Obama den Friedensnobelpreis verdient hat, so ist es mehr als offensichtlich, dass sie auch nach vielen Jahrhunderten noch für alle möglichen Ideologien und politische Richtungen als Galionsfigur herhalten
In diesem Haus - na ja, das so aussieht, wie das Original, das von den Deutschen im 2.Weltkrieg in Klump und Asche gebombt worden ist, hat die Jeanne gewohnt, nach ihrem siegreichen Einzug in Orleans.
Insgesamt ist Orleans recht überschaubar.
Da blieb genügend Zeit auch mal wieder einen Museumsnachmittag einzulegen. Die Sammlung der "Schönen Künste" ist beachtlich. Großen Raum nimmt die Kunst des 16-18.Jh. ein. Zum einen der Nachlass von Kardinal Richelieu und dann die Kunst des 18. Jahrhunderts, die mich bisher solide gelangweilt hat. Fragonard, Boucher und Watteau gehören auf Pralinenschachteln, so dachte ich bisher. Aber ich habe dem französischen 18.Jahrhundert unrecht getan. Ich habe mich in den Sälen eines Kunstmuseums schon lange nicht mehr so amüsiert. Natürlich wusste ich auch schon vorher, dass unnatürliche Körper- und Handhaltungen "etwas" bedeuteten. Das macht sie aber nicht minder gestelzt. Doch wie präzise, jede Handhaltung "gelesen" werden kann, das habe ich heute Nachmittag erst so richtig begriffen:
Fangen wir mit etwas leichtem an:
Richtig: "Die Damen-Umkleide-Kabinen sind da drüben!"
und das?
Das ist schon schwerer: "Was hätte ich den machen sollen, der lief mir quasi ins gezückte Schwert!"
"Pflanzen sie wirklich die Begonien ohne Handschuhe ein, igitt wie unappetlich!"
"Und wenn du mir versprichst, dass du Morgen zum Friseur gehst, daaaaan...."
Ich glaube, ich habe mindestens noch ein Dutzend weitere "sprechende Hände" entschlüsselt.
Wer Lust bekommen hat, hier noch eine Aufgabe zur "Guten Nacht!" Lösungen gerne als Kommentar oder an meine Emailadresse:
Ich warte ungeduldig, auf Friederikes Tagesbericht. Aber, da Valentin und Maria extra nach Engen gekommen sind, um sie zu empfangen und zu bekochen, könnte es sein, dass wir uns noch ein wenig gedulden müssen, bis wir mehr über die "wunderbare Bahnfahrt der fliegenden Friederike" erfahren.
So viel darf ich aber schon verraten, sie ist gut in Engen angekommen.








Jeanne d'Arc: Da, schon wieder Engländer! Hand unten rechts: Halt sie auf!
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AntwortenLöschenRaus aus meinem Schlafzimmer. Mit Radlerhose kommt mir keiner ins Bett!
AntwortenLöschenRaus aus meinem Schlafzimmer. Mit Radlerhose kommt mir keiner ins Bett!
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