34.Tag: "Ruhetag" in Paris
Von Ruhe kann natürlich keine Rede sein. Ich bin heute über 30 km in Paris rumgeradelt und einige Kilometer an Bildern und Kunst vorbei gelaufen. Ich sage Euch, das ist anstrengender als die "ondulierte" Bretagne!!
Ein toller Tag!
Doch von Anfang an.
Ich habe es zwar ruhig angehen lassen. Aber ich hatte um 10:00 ja ein Date auf der Champs Elysées. Das wollte ich auf keinen Fall verpassen. Schließlich konnte ich Euch doch nicht alleine singen lassen.
Eine wunderschöne, gemütliche Fahrt quer durch die Stadt. Strahlender Sonnenschein, blauer Himmer und die Bäume auf den Boulevards leuchteten.
Bei meinem Weg zum Triumphbogen, bin ich auch an der Strecke vorbeigekommen, die Friederike Sonntagmorgen in aller Frühe fahren musste. Ich Nachhinein steigt mein Respekt gewaltig!!!
Ich komme an der "Mutter aller Luxuskaufhäuser" der Gallerie Lafayette vorbei. Das muss ich gesehen haben. Einen solchen Konsumtempel habe ich noch nicht gesehen! Hier trifft das Wort vom "Tempel" wirklich zu!
Aber die schönste Überraschung bietet die Dachterrasse, was für ein Blick über die Stadt. Nein, die Kirche zum Hl. Herzen, werde ich auch dieses mal nicht schaffen! Sieht schön aus, da oben!!
Dann der Triumpbogen. Meine Zieleinfahrt hat heute niemand fotografiert. Obwohl ich doch, das ging im ganzen Sightsehen völlig unter, gestern oder heute die 2.000km Marke geknackt habe, ob noch einmal 1.000 dazukommen werden? Eher nicht. Die diesjährige Tour wird etwas länger als nach Spanien, aber lange nicht an Constanza herankommen. Aber Zahlen werden eh überschätzt!
Dank Huberts Erinnerung habe ich auch gleich am Triumphbogen das Ziel meiner Reise entdeckt.
Eigentlich sollte ein netter Herr, mich und den Namen auf ein Bild bekommen. Hat nicht geklappt!
Dann musste ich aber los. Schließlich war es kurz vor 10:00 und hier schmettere ich mit Euch "Aux Champs Elisées....".
So jetzt mache ich mich Richtung Louvre auf. Ich habe es geahnt. Schon in den Tuileries schieben sich die Menschen. Die Schlange auf dem Vorplatz der Pyramide schlängelt sich in endlosen Schleifen.Das ist mehr als eine Stunde Wartezeit. Und auf dem Platz eine brütende Hitze, kein Schatten.
Sorry Mona Lisa - ein andermal vielleicht!!
Ich mache mich auf Richtung Centre Pompidou, vielleicht habe ich da mehr Glück. Aber zuerst Mittagspause im Park bei St. Eustache.
Am Centre Pompidou - keine Schlange, völlig entspannt zeige ich mein Ticket! Anscheinend gehört Moderne Kunst nicht zum Pflichtprogramm von chinesischen Reisegruppen!
Das Gebäude ist so faszinierend, wie ich das von Bildern her vermutet habe. Aber viele Details kannte ich noch nicht. Zum Beispiel, das völlig durchgeknallte Restaurant auf dem Dach. Und die Ausblicke auf die Stadt sind natürlich auch spektakulär!
Die Nähe zur Großen Kunst hat viele andere Künstler angelockt. Die Häuser in der unmittelbaren Umgebung wurden für sie zur Leinwand.
Es ist schon eine gewaltige Ansammlung von Kunst der Klassischen Modernen bis zu einer interessanten Auswahl von Gegenwartskunst.
Aber es sind nicht immer die großen Namen, die faszinieren,. Mir hat es heute eine Terrasse angetan,auf der u.a. die berühmte Figurengruppe von Max Ernst steht.
Ein bisschen tut mir ja Herr König nebst Gemahlin leid, sie gehen in diesem Ambiente unter. Ihre archaische Wucht kommt auf den alten Schwarzweiß-Aufnahmen, als sie in einer wüsstenähnlichen Landschaft aufgenommen wurden, viel besser zum Tragen.
Um die Skulpturen herum stiehlt eine "flache Skulpturen" den großen Namen jedoch die Show. Die ganze Fläche ist mit anthrazitfarbenem Stein ausgelegt, der Vertiefungen hat, die ganz flach mit Wasser gefüllt sind. Darin spiegelt sich das Gebäude. Neue Gemälde entstehen. Dali meets Mondrian. Das war ganz große Klasse
Das Centre Pompidou hat wirklich viel zu bieten.
Aber viel zu viel für einen Tag. Nach 3 Stunden bin ich komplett bedient. Nochmal zum Louvre. Emlebbeit!!
Gemütlich rolle ich wieder raus in meinen 20.Bezirk. Setze mich in meine "Stammkneipe", werde vom Kellner schon freundlich begrüßt und ohne ein Wort bringt er mir das richtige Bier. So sieht Kietz aus.
Morgen geht es auf den dritten und letzten Abschnitt der Reise. Wie lange ich noch brauche, kann ich nicht so richtig sagen, mal sehen!
Aber jetzt geht es definitiv nach Hause!!
Was jetzt morgens um 9:00 in den nächsten Tagen gesungen werden soll, das ist die große Frage!
Mir fällt nichts wirklich überzeugendes ein.
Das Badener Lied? Geht nicht, für einen Schwaben zu anbiedernd.
"In Mueders Stuebele" von Mossmann, - Whyl! Lang ist´s her.
Liebsten wäre mir da noch "Bicycles" von Queen, aber das ist nicht einfach!
Aber wir können ja üben. Oder fällt Euch etwas besseres ein?









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