2.Tag: Von Mulhouse nach Montbeliard
In der Nacht hat es geregnet. Aber nur unwesentlich abgekühlt. Nach einem frugalen französischen Frühstück sind wir kurz vor 9 losgefahren. Kaum richtig aus Mulhouse heraus, fängt es wieder an zu regnen.
Welche Erleichterung!! Ich weiß nicht, ob ich mich schon mal so über Regen auf dem Rad gefreut habe! Zuerst hat es nur genieselt, doch dann kam ganz schön was runter und das Donnergrollen in der Ferne war nicht zu überhören. Also Jacken an! Obwohl es immer noch ganz schön warm ist.
Auch das 2.Mal bin ich völlig fasziniert vom Rhein-Rhone Kanal. Je näher wir der "elsässischen Pforte" kommen, desto enger die Abstände zwischen den Schleusen, die sich fast wie Treppen am Hang stapeln. Bei den letzten 10 sind es nur wenige 100 m bis die nächste kommt.
Leider können wir die "Kuppe" nicht am Kanal entlang fahren, der Weg ist abgerutscht. Wir müssen über den "Berg". Was sich schlimmer anhört, als es war.
"Hinter dem Berg" fließt der Kanal hinunter Richtung Doubs. Mittagspause. Friederike war es offensichtlich bisher nicht feucht genug. Sie geht wieder schwimmen
Wahrscheinlich sind bei Friederike evolutionstechnisch mehr Fisch-DNA-Reste erhalten geblieben, als beim Rest der Menschheit - zumindest als bei mir.
Kurz vor Montbeliard noch eine weitere Kuriosität. Eine Kanalbrücke, die über den/die Doubs führt- oder einen weiteren Kanal?
Gegen 15:00 erreichen wir das schöne Mömpelgard. Und schauen uns nachher die schöne Burg an, die vom gleichen Baumeister, wie das Tübinger Schloss stammt - zu dem ich 8 Jahre lang fast täglich hinaufgepilgert bin.
Zum Schluss noch das Motto des Tages:
Das machen wir! Keine Frage! Ganz bestimmt!
Eigentlich hat der Manne schon alles erzählt, der Tag war wunderschön und ich durfte wieder baden. Herrlich ein ganzer Kanal nur für mich allein! War zwar ein bisschen schlammig und die weißen Blumen auf meinem schönen neuen Bikini sind jetzt leider etwas gelblich, aber was tut man nicht alles um seinen Ruf als Wasserratte zu verteidigen.
Das Schönste heute: der Flow! dieses Gefühl, dass die Beine einfach ihre Arbeit tun, rauf, runter, rauf... rechts und links schön abwechselnd und gleichmäßig. Und man kann die Vögel beobachten und ein bisschen vor sich hinsingen. Marie ich vermisse dich, wir hätten die Madrigale üben können!
Was ich gelernt habe: Dass Regen so wunderschön sein kann. Selbst oder gerade wenn man Fahrrad fährt.
Hier noch ein typisches Foto von unserer Reise:
In Montbelieard oder Mömpelgard waren wir leider zu spät für die Schlossbesichtigung, leider, leider! Aber es ist ein nettes Städtchen, etwas verschlafen und erinnert an einigen Ecken tatsächlich an Tübingen.
Und für morgen wünsche ich mir ein paar schöne fette Wolken! Kann' s nicht glauben, dass ich das mal in aller Öffentlichkeit sage!








Ich singe mit dir Mama! Von hier aus :)
AntwortenLöschenNa dann schicken wir Euch ein paar Wolken und ein bißchen Regen. Bonne journée!
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